Sfakia ist
der größte Verwaltungsbezirk West-Kretas, macht
aber weniger als 10 % der Gesamtfläche der Insel aus.
Obwohl wir davon überzeugt sind, dass Sfakia in punkto
Naturschönheiten unschlagbar ist, hat Kreta außer
unserer Region viel zu bieten, vor allem, was ihre reiche
Geschichte betrifft: hier entstand vor 6000 Jahren die erste
Zivilisation Europas, die Überreste sind noch sichtbar.
Dorier, Mykener, Griechen, Römer, Araber, Byzantiner,
Venezianer und Türken haben ihre Spuren hinterlassen
und die Vergangenheit schimmert wirklich überall durch.
In Chania
und Rethimnon können Sie
sehr gute Beispiele für diese Mischung aus unterschiedlichsten
Zivilisationen sehen, ein Besuch lohnt sich. Beide Städte
sind mit Tagesausflügen leicht von Sfakia aus erreichbar.
Heraklion
ist vor allem bekannt für seine minoische Palastanlage
von Knossos. Obwohl deren Restaurierung umstritten ist, lohnt
es sich, den Massen tapfer ins Auge zu blicken und die interessante
Anlage zu besichtigen.
Das
Archäologische Museum von
Heraklion beherbergt die weltweit ausgedehnteste Sammlung
minoischer Fundstücke und ein Besuch ist fast ein MUSS. Wenn
Sie weiter wegfahren wollen: es gibt auch einige wundervolle
minoische Paläste in Festos, Malia und Zakros (um die
bekanntesten zu nennen).
Der alte
Hafen von Chania
Delphinfresko,
Heraklion, Archäologisches Museum
Abgesehen
von der reichen Geschichte gibt es auch die Natur: Sfakia
ist zwar eher trocken und gebirgig, hat aber einen unverwechselbaren
Reiz. Vielleicht haben Sie aber einmal Lust auf Abwechslung
und wollen "über die Berge" ins Gebiet Apokorona
fahren. Es ist eine der grünsten Gegenden Kretas, mit
vielen ruhigen Dörfern und einigen netten Stränden.
Ein wenig
weiter weg, bei Georgioupoli, können Sie den Kournas-See
besuchen. Er ist der einzige Süßwassersee auf Kreta,
liegt vor einer Kulisse steiler Hügel und Berge und erinnert
irgendwie mehr an die Schweiz als an Kreta. Das Wasser ist
an manchen Tagen blaugrün, man kann Tretboote ausleihen
und Wasserschlangen, Schildkröten und Eisvögel sehen.
Außerdem
gibt es natürlich noch die Möglichkeit, durch die
Samariá-Schlucht zu wandern, berühmt für
ihre spektakuläre Schönheit und weil sie die längste
Schlucht Europas ist (16 km). Diese Wanderung können
Sie recht einfach an einem Tag von Sfakia aus machen: buchen
Sie die Tour entweder bei einem örtlichen Reiseveranstalter
bzw. teilen sich mit anderen ein Taxi nach Omalos und nehmen
dann abends ein Boot von Agia Roumeli zurück nach Sfakia
. Weitere Informationen über Samaria hier
(auf Englisch)